Beitrittserklärung

Drei Organisationen - ein  Ziel

Der Verein zur Förderung der Straßenkinder in Bolivien e. V. wurde 1997 gegründet und hat seinen Sitz in Rottweil (Baden-Württemberg). Zweck des Vereins ist es, unterstützungsbedürftige Kinder in Bolivien, vorwiegend in der Gegend um La Paz, zu fördern. Dazu zählt beispielsweise die Unterbringung heimatloser Kinder in Kinderheimen, die tägliche Speisung von Straßenkindern, die Gesundheitspflege mittelloser Kinder und anderes mehr. Der Verein bedient sich dabei der Mithilfe der von Pfarrer Josef Maria Neuenhofer gegründeten Fundacion Arco Iris ( frei übersetzt: Hilfswerk Regenbogen), die die Hilfe vor Ort koordiniert. Darüber hinaus arbeitet der Verein eng mit der Arco-Iris-Stiftung in Deutschland zusammen.

Vereinsvorsitzender ist seit Mai 2015 Rainer Langenbacher, der zusammen mit dem Vereinsvorstand sowie vier Ausschussmitgliedern die Geschicke des Vereins lenkt.
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Dass der Verein seinen Sitz in Rottweil hat, liegt nahe: Bevor Josef M. Neuenhofer nach Bolivien ging, war er Pfarrer in Rottweil sowie im benachbarten Dunningen, und so fanden sich hier schnell Menschen zusammen, die seine Arbeit in La Paz unterstützten. Aus diesem Unterstützerkreis ging 1997 der Verein zur Förderung der Straßenkinder in Bolivien hervor.

Warum gibt es nun gleich drei Organisationen, die sich rund um Arco Iris für Straßenkinder in La Paz engagieren? Das hat, wie so oft, rechtliche Gründe.

Ein Hilfswerk wie „Arco Iris“ bedarf in Bolivien – nicht anders als in Deutschland – einer Rechtsform, die nationalen Gesetzen unterworfen ist. Denn egal, ob es nun um Arbeitsverträge, Versicherungsschutz, Aufsichtspflicht oder Aufenthalts-genehmigungen geht, um nur einige wenige Beispiele zu nennen: Eine Hilfsorganisation arbeitet nicht im rechtsfreien Raum. Deshalb stand zu Beginn der Arbeit von Josef M. Neuenhofer in La Paz die Gründung der Fundacion Arco Iris, eine Stiftung( Hilfswerk) nach bolivianischem Recht. Die Fundacion Arco Iris finanziert sich überwiegend durch Spenden aus Deutschland. Nun kann - jetzt nach deutschem Recht - nicht jeder einfach so Spenden sammeln. Auch hier müssen Gesetze eingehalten werden. Dies ist Aufgabe des Vereins zur Förderung der Straßenkinder in Bolivien e.V. in Kooperation mit dem Kindermissionswerk in Aachen- "die Sternsinger".
Die vom Verein gesammelten Spenden sichern die Arbeit von Arco Iris in La Paz. Dabei legt das Finanzamt strenge Regeln an. Nur wenn die Verwendung der Spendengelder auch deutscher Rechtssprechung genügt, sind diese steuerlich absetzbar. Das heißt, die Arbeit der Fundacion Arco Iris in Bolivien unterliegt auch der Kontrolle der deutschen Finanzbehörden, und noch nie gab es dabei Beanstandungen.

Arco Iris Bolivien

Mit den Jahren zeigte sich, dass eine weitere Organisation wünschenswert ist: Der ,,Verein zur Förderung der Straßenkinder in Bolivien" ist nach deutschem Recht nämlich verpflichtet, sämtliche Spenden spätestens bis zum Ende des darauffolgenden Jahres satzungsgemäß auszugeben. Er darf keine Rücklagen für die Zukunft bilden. Doch eben dies ist eine wichtige Aufgabe: Kapital zu bilden, aus dessen Ertrag die ,,Fundacion Arco Iris" in Bolivien dauerhaft finanziert werden kann, wenn es einmal Pfarrer Josef M. Neuenhofer, den großen Spenden-sammler, nicht mehr geben sollte. Deshalb wurde die ,,Stiftung Arco Iris" nach dem Stiftungsgesetz des Landes Baden-Württemberg als kirchliche Stiftung privaten Rechts mit Sitz in Rottweil am 27. November 2004 gegründet. Sie untersteht der kirchlichen Stiftungsbehörde der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Vorstand und Stiftungsrat arbeiten ehrenamtlich. Das Stiftungskapital darf gemäß Satzung nicht angetastet werden, lediglich die Erträge dürfen für den Stiftungszweck verwendet werden. Die Stiftung kann dadurch über Generationen hinweg segensreich wirken.

Zusammenfassend und vereinfacht ausgedrückt

Die Fundacion Arco Iris in La Paz macht die Arbeit vor Ort, der Verein zur Förderung der Straßenkinder in Bolivien e.V. sammelt Spenden für den laufenden Betrieb, und Aufgabe der Arco-Iris-Stiftung ist es, den dauerhaften Bestand des Werkes von Josef M. Neuenhofer zu sichern.

Neben diesen Organisationen gibt es noch weitere, eng mit dem ,,Verein zur Förderung der Straßenkinder in Bolivien" kooperierende Vereine und Einrichtungen, die die Arbeit von Josef M. Neuenhofer unterstützen.
So die Kinderhilfe La Paz e.V. in München rund um Caspar und Isabelle von Blomberg (E-Mail: cblomberg@web.de bzw. iblomberg@web.de).

Caspar von Blomberg und Hans-Peter Funke, ehemaliger Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Straßenkinder in Bolivien, gehören übrigens gemeinsam dem Stiftungsrat der Arco-Iris-Stiftung an. In Absprache mit dem Verein zur Förderung der Straßenkinder in Bolivien haben darüber hinaus noch einige ehemalige Voluntarios kleinere Hilfsprojekte initiiert.

... ein Regenbogen, der Himmel und Erde verbindet