weltwärts - der Freiwilligendienst

Jahr für Jahr schickt das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’/missio für den Verein zur Förderung der Straßenkinder e.V. etwa 15 junge Leute nach La Paz, wo sie für zwölf Monate in verschiedenen Projekten der „Fundacion Arco Iris“ mit und für Straßenkinder arbeiten.
Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’/missio ist als Entsendeorganisation beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Träger des entwicklungspolitischen Programms „weltwärts“, anerkannt. Dies bedeutet: das Ministerium übernimmt 75 Prozent der Kosten für die Freiwilligendienste, wozu beispielsweise Vor- und Nachbereitung, Flug, Versicherung, Unterkunft, Verpflegung usw. zählen. Die restlichen 25 Prozent trägt die Entsendeorganisation Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’/missio bzw. der Verein.
 
Bei den Freiwilligen handelt es sich zumeist um junge Menschen zwischen 18 und 22 Jahren. Gute sprachliche Spanisch Kenntnisse sowie ein kirchliches und/oder soziales Engagement sind primäre Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung um einen der 15 Freiwilligenplätze. Nach der Auswahl nehmen die BewerberInnen zunächst in Deutschland an zwei Vorbereitungsseminaren teil, denen zu Beginn des Aufenthalts in Bolivien ein mehrtägiges Einführungsseminar folgt. Anschließend gehen die „Voluntarios“, wie die Freiwilligen in La Paz genannt werden, an ihre Einsatzorte, wo sie unter Leitung einheimischer Fachkräfte mit den Kindern arbeiten. Während ihres einjährigen Aufenthaltes leben die Freiwilligen in Gastfamilien bzw. in Wohngemeinschaften zusammen, die von der Stiftung zur Verfügung gestellt werden.
 
Bei der „Fundacion Arco Iris“ in La Paz gibt es eine feste Ansprechpartnerin für die Freiwilligen. In La Paz besucht sie die Freiwilligen in den Projekten, hält regelmäßig Gruppenbesprechungen ab in denen die bisherigen Erfahrungen aufgearbeitet werden.
 
Nach einem halben Jahr Dienst in ihren Projekten nehmen die „Voluntarios“ an einem Zwischenseminar in Bolivien teil, wo Freiwillige unterschiedlicher „weltwärts-Entsendeorganisationen“ zum Erfahrungsaustausch zusammenkommen.
 
Wenige Wochen nach dem Ende ihres Dienstes werden die Freiwilligen dann zu einem mehrtägigen Auswertungsseminar in Deutschland eingeladen. Ein Angebot, das verpflichtend ist, denn oft fällt die Rückkehr nach Deutschland schwerer, als es der Abschied gewesen ist.



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